Blog

Hinweis: Ihr könnt, um regelmäßig über Blogeinträge informiert zu werden, euch in die Newsletterliste eintragen. So kann ich euch schnell über größere Aktualisiereungen und neue Beträge informieren.

Um den Newsletter zu erhalten müsst ihr euch hier eintragen: Newsletter beantragen



Viva Australia

Freitag, 29. Juli 2011, 15:09 Uhr

Ich weiß zwar das mein Blog mit „Work & Travel New Zealand“ betitel ist, aber ich habe mich nun einfach entschieden noch ein wenig weiter zu reisen und warum sollte ich diese Ereignisse der Menschheit vorenthalten? Ich habe mich aber auch entschlossen meinen Australienabstecher mit nur einem Beitrag zusammen zu fassen.

 

The Three SistersDas ganze fing am Morgen des 7.6.2011 mit meiner Landung aus Auckland auf dem Sydney Airport an. Ich hatte bereits im Vorfeld mich entschieden ein zweites mal die Homesharing-Organisation Servas zu benutzen und als ich nach ca. 30 erfolglosen Mails endlich eine Bestätigung erhielt, stand meiner kostenlosen Unterkunft, im sonst extreme teuren Sydney, nichts mehr im Wege.

Mein erster Anblick auf Sydney kam total unverhofft und überwältigte mich total. Da meine Gastgeberin nördlich des Hafens wohnt, musste mein Zug vom Flughafen zwangsweise über die Harbourbridge rollen und verschaffte mir somit einen herrlichen Ausblick über die Skyline, den Hafen und natürlich auch dem Operahouse. Dummerweise fing ich mir noch am ersten Abend eine ziemlich heftige Erkältung ein, sodass ich meine ersten 5 Tage Sydney und Umgebung auf Sparflamme angehen musste. So viel es mir auch nicht schwer die Highlights für meinen zweiten Besuch am Ende meiner Australienbesuches auf zu sparen. Trotzdem hatte ich ein wunderbare Zeit in Sydney, da sich meine Gastgeberin, eine allein lebende, ältere Dame, sich unglaublich um mich kümmerte und sogar mit mir einen Tag in die 2 Autostunden entfernten Blue Mountains fuhr, eine Plateaulandschaft zu der auch die berühmte Felsformation der 'Three Sisters' gehört.

 

Am 12.6. nahm ich, weitgehend wieder kuriert, den Flug nach Melbourne. Hier merkte ich einen ersten gravierenden Unterschied zu dem Reisen in Neuseeland. Ich war es einfach gewöhnt, dass man vom Busbahnhof die ganze Stadt zu Fuß leicht erreichen kann und somit auch das Finden eines Hostel kein Problem war. Nun wurde ich aber in diese 2 Millionen Einwohnermetropole geworfen und lief mir erst einmal die Füße wund bis ich endlich ein Hostel fand, was meinen Preisvorstellungen entspracht.

Melbourne hat ein super Tramsystem (Straßenbahn) und bietet sogar eine kostenlose Rundfahrt um die Innenstadt, den Central Buissnes District (CBD), an und konnte mir so schon ausmalen was ich mir an den kommenden Tagen ansehen wollte. Am meisten hat mir in Melbourne der Federation Square gefallen, der direkt an einem Haupt-Verkehrsknotenpunkt liegt und auf dem rund um die Uhr irgendwelche Schauspieler, Komiker oder Entertainer eine Vorstellung zum Besten geben. Da mir in Melbourne irgendwie der Anschluss zu den anderen Leuten aus meinem Hostel fehlte, fühlte ich mich hier auf diesem Platz voller Leute besonders Wohl.

 

Am Queensbirthday in Australien (Ja! Neuseeland und Australien feiern den Geburtstag der Englischen Königin an verschieden Tagen) lief ich am Fluss in Melbourne entlang, als mir plötzlich unglaubliche Massen von irgendwelchen Fans entgegen kamen. Einer Eingebung folgend, folgte ich der Masse und kam zum Cricket und 'Aussie Rules Football' Stadion. Ich hatte bereits von der Sportart 'Aussie Rules Football' gehört, aber noch nie ein Spiel im Fernsehen verfolgt. Ich kaufte mir nun also eine Karte und war echt ziemlich beeindruckt. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Rugby und Fußball (und andere die man schlecht einordnen kann) bei der auf einem Oval auf 6 Tore gespielt wird (2 kleine und 1 großes auf jeder Seite). Es darf geworfen, gekickt, getackelt, mit Ball gelaufen und sogar nach vorne gepasst werden. Was dabei raus komm kann man sich mit etwas Vorstellung ausmalen. Vor allem aber sind die Australier mehr als die Neuseeländer und deswegen waren statt der üblichen 2000-5000 Neuseeländer, rund 60000 wilde Australier zugegen und so war ein klasse Stimmung im Stadion.

 

The 12 ApostlesAm 15.8. machte ich mich mit einer Reisegruppe entlang der Great Ocean Road in Richtung Adelaide auf. Dieser Trip entpuppte sich als eine richtig gute Wahl. Wir waren ein bunter Haufen aus 8 Leuten aus allen Ecken der Welt und zwei verrückten Busfahrern. In den nächsten 3 Tagen besuchten wir die berühmte Küste entlang der Great Ocean Road mit den 12 Aposteln (von den nur noch 6 stehen) und der London Bridge. Danach ging es weiter ins Inland wo wir einen kleinen Zoo mit sprechenden Papageien, Känguru und einen kleinen Koala, den wir alle einmal auf den Arm nehmen durften, besuchten. Am letzten Tag besuchten wir die Grampians, ein kleines Gebirge die besonders durch ihre schroffen Felsgrade auffallen. Als wir dann in Adelaide ankamen, fiel der Abschied dann sehr schwer.

 

Die darauf folgende Woche in Adelaide war voller gemischter Gefühle. Eigentlich wollte ich einen Abstecher nach Kangaroo Island, einem vor Adelaide liegenden Naturparadies, machen. Als ich aber die Preise für den Spaß sah, entschied ich mich dagegen und nahm stattdessen nahm ich eine Aushilfsjob als Farmer und Gärtner für 4 Tage an um mein Reisebudget nochmal ein wenig auf zu bessern. Außerdem besuchte ich eines der deutschen Dörfer die um Adelaide liegen und genoss mein erstes Kassler mit Sauerkraut nach einer Ewigkeit.

 

Coober PedyAm 26.6.2011 ging es dann ins Outback, dem riesigen Wüstengebiet im Zentrum Australiens. Ich nahm von Adelaide einen Fernbus der mich unbeschadet (trotz eines Zusammenstoßes mit einem Känguru) nach Coober Pedy brachte. Dieses 3000 Seelen Nest könnte genauso gut irgendwo auf einem fremden Planeten sein. Man sieht kaum Häuser und überall stehen komische Maschinen herum. Der Grund dafür sind die über 50°C im Sommer und unter 0°C im Winter außerdem liegt um dieses Städten das weltweit größte Opalvorkommen im Boden. Die Menschen Wohnen nicht in Häusern sondern in Höhlen die sie vor den starken Temperaturschwankungen schützen und die Maschinen sind Bergbaumaschinen mit denen die Menschen in über hundert Jahren über 4 Millionen Löcher in den Boden gegraben haben um an die wertvollen Steine heran zu kommen. Auch mein Herberge lag unter Tage und so schlief ich eine Nacht in einer, aus dem Fels gehauenen, Höhle.

 

Am nächsten Morgen ging es nach Alice Springs, der Ausgangsbasis für Reisen zum berühmten Uluru (Ayers Rock), einem riesigen Monoliten, der im Mittelpunkt Australiens aus der Wüste herausragt und durch sein herrliches Farbspiel bei verschiedenen Witterungsbedingung zum beliebten Fotoobjekt geworden ist. In Alice Springs traf ich am 29.8.2011 den Überrest meiner Pfadfinder Gruppe. Nach 2 Jährigen Überlegungen und vielen Stolpersteinen war unsere Gruppe auf ein minimal Maß von einem Leiter und zwei Mitgliedern zusammen geschrumpft. Da ich nach meinem Auslandsjahr mein Studium der Geophysik in Freiberg beginnen werde, wird ein aktives Teilnehmen an den Gruppenstunden auch nur in einem sehr begrenzten Rahmen möglich sein. So hatten wir uns also für eine Abschlussreise entschieden, da in Zukunft auch Lager auf Stufen oder sogar Stammesebene sehr schwierig sein werden.

 

UluruAm 30.6. besorgten wir uns dann einen Camper und brachen in Richtung Uluru auf, wo wir am darauf folgenden Tag ankamen und sogleich einen ersten eindrucksvollen Sonnenuntergang bei den „Olgas“ erlebten, einer, nahe dem Uluru angesiedelten, weiteren Felsformation. In den darauf folgenden Tagen umrundeten, erkletterten und fotografierten alles was uns als Lohnenswert erschien. Besonders der Aufstieg auf den Uluru machte uns allen bei der brütenden Hitze zu schaffen und umso erleichterter waren wir, wenn wir nach unserer Rückkehr eine kalte Cola aus dem Kühlschrank zaubern konnten.

 

Unweit (ca. 300km) des Uluru (für Australische Verhältnisse) befindet sich der Kings Canyon, dem wir nach unserem Aufbruch vom Uluru ebenfalls einen Besuch abstatteten. Die Schlucht besticht vor allem durch ihre steilen Abhänge und grünen Oasen am Boden. Besonderes Highlight war aber eine riesige Echse die sich kaum durch die Touristen stören ließ und seelenruhig durch die Wildnis streifte. Vom Kings Canyon aus fuhren wir wieder zurück nach Alice Springs und von dort aus weiter nach Norden, vorbei an weiteren eindrucksvollen Felsformationen, mit Souvenieren zugekleisterten Pubs und Tankstellen und ab und zu einem Buschfeuer, das sich durch seine riesige Rauchsäule am Horizont bemerkbar machte. Einen besonders großen Schrecken erlebten wir, als sich eines Nachts kurz nach der Abenddämmerung, eine Kuh auf der Straße stand und uns ruhig kauend anstarrte, ohne auch nur einen Ausweichversuch zu starten.

 

LitchfieldAm 9.7. kamen wir am Litchfield Nationalpark an, der bereits nahe der Nordküste Australiens liegt und auf einem Hochplateau über der Küste liegt. Der große Reiz an Litchfield liegt vor allem an den herrlichen Wasserfällen in deren Sammelbecken man seine Schwimmkünste zum Besten geben kann. Der erste Fall an dem wir ankamen, war allerdings zum schwimmen gesperrt. Warum das so war stellten wir sehr schnell fest, nachdem wir ein Süßwasser-Krokodil im Ausfluss liegen sahen. Diese sind zwar nicht so gefährlich wie ihre großen Verwandten, die Salzwasser-Krokodile, aber können trotzdem Menschen verletzen. Bei den nächsten zwei Stationen die wir anfuhren, hatten wir mehr Glück und so stand einem ausgiebigen Badespaß, bei inzwischen 25°C im Schatten, nichts mehr im Wege. Am nächsten Tag war es schon wieder an der Zeit unseren Camper in Darwin ganz im Norden ab zu geben.

 

Am 11.7. nahmen wir am frühen Morgen den Flug nach Cairns, der Stadt die als Hauptstartpunkt für Tauch- und Schnorchelausflüge zum „Great Barrier Reef“ dient. Zu aller erst machten wir aber einen Ausflug zu eine nahen Krokodilfarm, wo Salzwasserkrokodile für Handtaschen, Gürtel und Fleisch gezüchtet werden. Diese 4-6m Kolosse aus der Nähe zu sehen war sehr beeindruckend auch wenn man sich kaum vorstellen konnte, dass die trägen Tiere in der Lage sein sollen blitzschnell aus dem Wasser zu springen um ihre Beute zu verspeisen. Um Cairns herum liegen auch einige Inseln im Riff die einem ein wunderbares Südsee-Feeling vermitteln von denen wir eine besuchten um uns mental schon einmal auf den morgigen Tauch- & Schnorchelgang vor zu bereiten. Der Schnorchelausflug am nächsten Tag erwies sich als geniale Wahl. Zwar war es nicht sonnig und deshalb waren die Farben der Korallen und Fische nicht so kräftig, aber dennoch war des herrlich die unterwasser Flora und Fauna ausgiebig aus der Nähe betrachten zu können. Einzig der Tauchgang hätte länger und eigenständiger ausfallen können.

 

Sydney Opera HouseAm 16.7. war unser Aufenthalt in Cairns auch schon wieder zu Ende und es ging wieder nach Sydney zurück. Hier machten wir einen Marathon aus Aquarien und Zoobesuchen, da wir einen Pass für 4 Attraktionen in Sydney gekauft hatten und diesen auch gerne ausnutzen wollten. Besonders das Sydney Aquarium und der Zoo gefiel mir aufgrund der Artenvielfalt und Gestaltung besonders gut. Allerdings war das Interesse an einem Tier wenn man es zum 4 mal in wenigen Tagen sah, nur noch sehr gering. Ein weiteres Highlight war der Aufstieg auf den Sydney Tower von dem man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt bei Tag und bei Nacht haben kann. Am letzten Abend in Australien wurde noch einmal richtig geschlemmt und ich aß endlich mein erstes Kängurufleisch, was allerdings auf Thailändische Art zubereitet war, aber trotzdem hervorragend schmeckte.

 

Der Morgen des 21.7. läutete das Ende meines Australienaufenthalts ein und ich begab mich auf meinen ersten von zwei Flügen, die mich nach Hong Kong bringen würden.


Bisher 1 Kommentar(e) vorhanden:

#1 Fun Games schrieb am 23.06.2012, 01:58 Uhr:

Super Website. Many thanks.

Kommentare schreiben wurde deaktiviert.


Zurück zur Übersicht

letze Blogeinträge

Auch wenn Hongkong immer noch eine eigenständige Autonomiezone ist merkt man sofort wenn man ankommt, dass man im Kontrollstaat China angekommen ist. An der Ausweißkontrolle muss man in eine Kamera blicken, die neben einem Foto von (mehr lesen)

Ich weiß zwar das mein Blog mit „Work & Travel New Zealand“ betitel ist, aber ich habe mich nun einfach entschieden noch ein wenig weiter zu reisen und warum sollte ich diese Ereignisse der (mehr lesen)

Seit dem Jahr 1989 gibt es in Neuseeland ein Land im Land. Die "Republic of Whangamomona". Dieses gerade mal 400 Einwohner messende Dorf beschloss  (mehr lesen)

Powered by cms2day 3.9.2 - Copyright 2010 by fabian-nz.de